Newsletter 008 – Hilfe durch den Mentor

Liebe Freundin, lieber Freund!

Sei herzlich gegrüßt zum achten Newsletter zum Thema »Schreiben und Schreiben lernen«! (Web: Schreiben in Berlin.de). Alle bisherigen Newsletter findest Du übrigens hier, im Blog.

Heute möchte ich erstens vorab eine Frage an Dich weiterleiten, die sich uns vergangenen Mittwoch im Schreibworkshop stellte und noch unbeantwortet blieb: » Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?« Und zweitens will ich Dich dabei unterstützen, herauszufinden, welche Hilfe der Mentor oder die Mentorin Deiner Heldin zur Bewältigung ihrer Aufgabe oder ihres Abenteuers anbieten kann.

Unsere Frage aus dem Schreibworkshop: Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?

Im Newsletter 005 hatte ich ja schon dargestellt, dass unsere größte Angst auch gleichzeitig die größte Kraft in uns ist. Deshalb ist es eine tolle Sache, wenn wir die größte Angst und damit die größte Kraft auf unsere Seite bringen können. Denn dann haben wir einen starken Freund; den stärksten Freund, den man sich nur vorstellen kann. Dann muss unsere Angst nicht gegen uns, sondern dann kann unsere Angst für uns wirken!

Nun brachte im vergangenen Mittwochs-Schreibworkshop jemand – ich weiß nicht mehr wer, ich selbst war es jedenfalls nicht – die Frage auf: »Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?« Verbunden damit ist der Schluss, dass dann unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste repräsentieren! Nicht so, dass sie 1:1 das Selbe sind, sondern eher wie 2 Aspekte ein- und derselben Sache, so wie die zwei unterschiedlichen Seiten ein- und derselben Münze.

Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?

In diese Frage und in den Gedanken, die zu dieser Frage führten, scheint mir viel Wertvolles zu liegen. Aber ich bin mir meiner Antwort auf diese Frage nicht sicher. Was ich aber weiß ist, dass es eine große Hilfe für unsere Bemühungen um Selbsterkenntnis wäre, wenn wir zu dieser Frage: »Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?« eine klare Position gewinnen könnten. Ganz egal, wie die Antwort nun aussehen wird. Hauptsache sie ist schlüssig und einsichtig!

Deshalb meine Bitte und meine Einladung an Dich: Denke doch mal anhand Deiner eigenen Lebenserfahrungen über diese Frage »Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?« nach! Und lass uns Dein Ergebnis doch bitte wissen! Entweder, indem Du es hier im Blog unten als Kommentar schreibst, oder indem Du mir eine E-Mail schickst an Mail@Schreiben-in-Berlin.de; ich leite Deine Antwort dann an die Gruppe weiter und veröffentliche Sie dann auch mit Deiner Erlaubnis mit Namen oder anonym in den Kommentaren des »Schreiben in Berlin«-Blogs.

Es gibt für Dich durch Dein Nachdenken auch etwas zu gewinnen für Dich, nämlich eine enorm wertvolle Erkenntnis auf Deinem Weg zu Deiner Selbsterkenntnis! Das ist viel mehr wert als ein Marzipanschwein, eine Reise an einen Ort an den Du noch nie fahren wolltest oder eine neue Waschmaschine! Also: Sei mutig!


Nun wollen wir uns aber wieder Deiner Heldin und Deiner Geschichte zuwenden. Vor allem der Hilfe, die sie durch ihren »Mentor« erhält!


Ein Mentor eilt zu Hilfe!
Ein Mentor eilt zu Hilfe!


Dein Mentor: Hilfe für Deine Heldin!

Du weißt ja schon, welche Aufgabe oder welches Abenteuer auf die Heldin Deiner Geschichte wartet. Und Du weißt auch, dass sie ihre Aufgabe nicht angehen mag, dass sie sich nicht auf das bevorstehende Abenteuer einlassen mag. Und erst recht kann sie sich nicht darauf freuen. Wahrscheinlich, weil sie Angst vor dem Neuen und Unbekannten hat, das ihr nicht sehr vertrauenswürdig erscheint.

Kennst Du auch schon den Mentor, der Deiner Heldin in dieser fiesen Situation zur Seite steht?

Wer war der entscheidende Mentor oder wer waren die entscheidenden Mentoren und Mentorinnen in Deinem Leben?

Über den Mentor hatten wir ja auch schon im Newsletter 006 gesprochen. Du erinnerst Dich? Ein »Mentor« ist ein für Dein Leben sehr wertvoller Mensch oder auch ein Lebensereignis oder ein Gegenstand, der Dir wertvolle Impulse geben kann und Dir auch wertvolle Impulse gibt.

Impulse

Um die Impulse soll es heute gehen! Impulse können sein:

  • Wertvolle Gespräche, kluge Dialoge

  • Erinnerungen

  • Fotografien aus längst vergangenen Tagen

  • Philosophische Bücher

  • Eine selbst erarbeitete Vision oder Mission

  • … oder … oder …

Du hast die freie Wahl. Entscheidend ist nur:

Was braucht Deine Heldin, um sich auf ihr Abenteuer einlassen zu können?

Genau was braucht Deine Heldin? – Was hilft Deiner Heldin, sich ihrer Aufgabe zu stellen? – Was braucht Deine Heldin, um sich, möglichst mit Freude, auf ihr Abenteuer einlassen zu können?

Beschreibe den Impuls! Beschreibe die Hilfe!

Wenn Du diesen Impuls, diese Hilfe, diesen Schatz, dieses Elixier gefunden hast, beschreibe es ganz genau! Das ist wichtig für Dich als Schreibende und Lebende und das ist gleichermaßen wichtig für die Leser Deiner Geschichte. (Auch wenn es vielleicht noch gar keine Leser Deiner Geschichte gibt; wir stellen uns einfach wohlgesonnene Leser vor. Das hilft uns beim Schreiben.)

  • Wenn Deine Heldin ihren entscheidenden Impuls durch ein Gespräch oder einen Dialog mit einem wertvollen Menschen (Mentor) erhält: Beschreibe uns das möglichst 1:1 in direkter Rede. (Das ist die Sache mit den vielen Anführungszeichen).

  • Wenn Deine Heldin ihren Impuls durch eine alte Fotografie erhält, beschreibe uns genau, was Deine Heldin sieht und woran es sie erinnert. Und schreibe auch die Fragen auf, die sich Deiner Heldin stellen.

  • Wenn sich Deine Heldin als Hilfe (Mentor) eine Vision erschafft, beschreibe auch diese Vision oder Mission ganz, ganz genau! Genau und sehr bildhaft. Alles, was sinnlich wahrnehmbar ist, hat neben allem Philosophischen gleichermaßen seinen Platz.

  • Und so weiter …

Bitte verstehe den Impuls durch den Mentor nicht als physikalischen Impuls, der nur für den Bruchteil einer Sekunde existiert. Der Impuls des Mentors kann ein ganzes Leben lang dauerhaft vorhanden sein und wirken.

Durch den Impuls bereichert

Vergiss dabei nicht zu beschreiben, wie es Deiner Heldin erging, bevor sie ihren Mentor, ihren Impuls gefunden hatte. Und wie es ihr nun, danach, ergeht:

  • Welche neuen Gedanken hat Deine Heldin?

  • Hat sie neue konstruktive Ideen? (Sicherlich!)

  • Welche neuen, nächsten Schritte plant sie nun zu gehen

  • Was sind ihre nächsten Ziele, die sie angehen will?

Über die Ziele, was Ziele sind und wie wir Ziele gestalten können, werden wir dann auch im nächsten Newsletter nochmals nachdenken.

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Und bitte teile doch Deine Meinung mit mir und mit uns im Kommentar zu der Frage vom Anfang dieses Newsletters: »Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?«

In diesem Sinn grüße ich Dich herzlich,

Dein Michael


Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?
Sind unsere größten Wünsche auch immer unsere größten Ängste?


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