Newsletter 030 – Schreiben im Café

Liebe Freundin, lieber Freund,

so herrliches sommerliches Wetter, wie wir es in den letzten Tagen erleben und genießen durften, lädt uns ja geradezu dazu ein, uns ein schönes Plätzchen in einem nicht überfüllten Straßencafé zu suchen und den einen oder anderen Gedanken oder die eine oder andere Geschichte zu entwickeln. Und sie aufzuschreiben. Dabei hat das Schreiben im Café seinen ganz besonderen Reiz!

Schreiben im Café

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ruhige und gepflegte Cafés liebe. Nicht nur, weil große Teile meiner Promotion in Cafés gereift sind oder weil ich mich allzu gerne zu meinen Beratungen (Kaffeedialog) in Cafés oder gepflegten Kaffeehäusern treffe. Das Café ist für mich der Ort, an dem ich ganz entspannt „Ich‟ sein darf: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein‟. (Das stammt aus dem Faust I meines Freundes Johann Wolfgang von Goethe).

Schreiben im Café – Stille mitten im Geschehen

Das Café ist ein Ort, an dem wir – mitten in der Stadt, mitten im Alltagstrubel – einfach einmal inne halten können, ohne dabei allein und vom öffentlichen Leben abgeschirmt zu sein. Wir haben das Recht dazu, inne zu halten, vor uns hin zu träumen, zu schauen und nicht zuletzt: zu beobachten.

Und was wir beobachten, können wir ja auch ruhig einmal, nur zu unserem Vergnügen in unser Notizbuch schreiben. Nur so zum Spaß. Und das macht nicht nur Spaß; es ist auch eine wunderbare Übung, unsere Beobachtungsgabe zu schulen und es ist eine erfreuliche Hilfe, locker ins Schreiben hinein zu kommen.

Schreiben im Café – Neue Welten

Außerdem, so empfinde ich es zumindest, umgibt uns Schreibende, wenn wir entspannt von Hand in ein Buch schreiben und nicht nur angespannt auf unser Notebook einhämmern, noch einmal eine ganz besondere Welt: Eine friedliche Mischung des Beobachteten mit unseren eigenen Gedanken. Hinzu kommen als Krönung noch die geheimen, indiskreten, neugierigen Fragen, die wir uns vielleicht zu stellen beginnen, wenn wir die Menschen zu sehen beginnen! Die Menschen, die mit uns im Café verweilen, die Menschen, die am Café vorbei flanieren, vorbei hetzen oder ihren Kindern auf dem Laufrad hinterher jagen.

Ich jedenfalls freue mich auch immer, wenn ich schreibende Menschen im Café beobachten kann und mir dabei zurecht träumen darf, was er oder sie wohl gerade schreiben mag, in welcher Welt er oder sie sich wohl gerade befindet.

Schreiben im Café – Suzanne Vega

Eine wunderbare musikalische Beschreibung eines Cafébesuchs hat uns auch Suzanne Vega mit ihrem Lied „Tom’s Diner‟ geschenkt. Zuerst erzählt Suzanne Vega noch ein wenig zur Entstehungsgeschichte dieses Liedes, das Du sicher kennst. Und dann beginnt sie schön zu singen. A capella – diese Version kannte ich bisher noch gar nicht.



Schreiben im Café – Genieße es!

Wenn Dich dieser Artikel oder Suzanne Vegas Lied zu Deinem Schreiben im Café angeregen oder ermutigen durfte, so würde mich das sehr freuen!

In jedem Fall sende ich Dir herzliche sommerliche Grüße – und wer weiß? – Vielleicht begegnen wir uns ja eines Tages schreibend im Café.

Dein Michael


Schreiben im Café
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