Newsletter 027 – Das Wirkliche Schreiben

Liebe Freundin, lieber Freund!

Zweifelsohne ist es eine bewundernswürdige und applaudierenswerte Gabe, wenn jemand Geschichten erzählen und aufschreiben kann, die andere Menschen unterhalten, begeistern und faszinieren. Oder ihnen vielleicht sogar eine schöne Idee mit auf den Weg geben. Dennoch ist dieses schöne Können meilenweit entfernt von dem, was ich das Wirkliche Schreiben nennen möchte.

Das Wirkliche Schreiben

Soll das Wirkliche Schreiben also etwa nicht unterhalten, begeistern und faszinieren? Und keine schöne Ideen bereithalten? Und nicht tosenden Applauses würdig sein?

Doch freilich! Sogar erst recht! Aber …

Das Wirkliche Schreiben – Worauf es ankommt

Was das Wirkliche Schreiben auszeichnet, ist, dass Du nicht schreibst, um andere Menschen zu erquicken oder Applaus zu ernten oder eine gute Note in „Aufsatz‟ einzufahren! Du schreibst, um Dich in Deiner Lebenswirklichkeit zu erleben. Und Du schreibst, um Dich in Deiner Lebenswirklichkeit zu erkennen. Vielleicht neu zu erkennen – immer wieder!

Diese, Deine Lebenswirklichkeit, muss nichts mit großer philosophischer Erkenntnis oder philosophischer Wahrheit zu tun haben. Obwohl sie das auch kann. Aber darauf kommt es hierbei auch nicht an. Entscheidend ist Deine Tätigkeit des Schreibens. Dein Erleben Deiner Lebenswirklichkeit im Schreiben.

Das Wirkliche Schreiben – Deine Lebenswirklichkeit

Deine Lebenswirklichkeit ist Dein Leben, so wie Du es erlebst und empfindest. Mit all dem, was dazu gehört! Mit allen Emotionen, Erkenntnislücken, Irrtümern, wahnsinnigen Vorstellungen … Vor allem aber: Gefühlen und Emotionen. Von Aberglauben über Eifersucht bis zu Züchtigungsvorstellungen!

Alles findet seinen Platz im Wirklichen Schreiben. Alles hat seine Berechtigung. Nur eines nicht: Die moralische oder ethische Zensur. Schreibe naiv – ohne zu bewerten. (Vgl. Das naive Schreiben). Beschneide Dich nicht! Und lass Dich nicht beschneiden!

Das Wirkliche Schreiben und Dein Held / Deine Heldin

Alles, was der Held oder die Heldin Deiner Geschichte oder Deines Romans erlebt oder erleben will oder auch lieber nicht erleben will, besitzt im Wirklichen Schreiben seine Berechtigung!

Das Wirkliche Schreiben – Aufgepasst!

Jedoch, merke auf: Das Wirkliche Schreiben ist nicht das Geschriebene! Das Wirkliche Schreiben ist nicht die geschriebene Geschichte, die auf dem Papier vor Dir liegt!

Das Wirkliche Schreiben ist die im Schreibprozess einzigartig erlebte Lebenswirklichkeit, die einzigartig erlebte Geschichte, das einzigartig im Schreiben erlebte Leben und Dasein! Während des Schreibens, im Schreiben selbst schaffst Du Dir Deine Lebenswirklichkeit! – Verstehst Du, was ich meine?

Das Schreiben selbst wird zu Deiner Lebenswirklichkeit, die Dich ganz und gar durchwaltet, prägt und entwickelt. Und bei Bedarf auch heilsam entlastet.

Das Wirkliche Schreiben – Spuren

Wie jede künstlerische Arbeit hinterlässt auch Dein Wirkliches Schreiben Spuren in Dir. Spuren der Wirklichkeit! Nach Deinem Schreiben bist Du nicht mehr der- oder dieselbe, der oder die Du vor dem Schreiben warst. Das Schreiben hat Dich entwickelt. Du hast Dich in Deinem Schreiben entwickelt. Nach Deinem eigenen selbst gewählten Maß!

Gibt es Wertvolleres zu tun?

Für heute herzlich grüßend,

Dein Michael


SCHREIBEN IN BERLIN | Das Wirkliche Schreiben
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