Newsletter 013 – Über den Tellerrand hinaus

Liebe Freundin, lieber Freund!

Sei herzlich gegrüßt zum dreizehnten Newsletter zum Thema »Schreiben und Schreiben lernen«! Heute geht es vor allem um die Zeit, die du nun zum Schreiben brauchst und die Möglichkeiten, im Schreiben über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Alle bisherigen Newsletter findest Du übrigens hier, im Blog. (Web: Schreiben in Berlin.de)

Schreibkurs-Ferien

Wenn Du gerade anhand dieses Newsletters im Schreiben bist und Deine eigene Geschichte oder Deinen eigenen Roman (mit dem Ziel einer Selbsterkenntnis) verfasst, dann bist Du nun in einer Phase angelangt, in der Du nun alle Freiheit zum Schreiben besitzt (Vgl. Newsletter 010 – Die große Freiheit).

Damit Du diese Freiheit zum Schreiben auch nutzen kannst, brauchst Du Zeit. Die sollst Du auch erhalten. Deshalb macht dieser Newsletter-Schreibkurs erst einmal Ferien und zwar bis ins neue Jahr hinein.

Das Schreiben anhand dieses Newsletter-Schreibkurses soll ja Deinem Leben dienen und da wäre es unschön, wenn Du in der Advents- und Weihnachtszeit unter Schreibdruck stehen würdest.

Außerdem hat Deine Geschichte nun ein Stadium erreicht, in der Du viel entspannte Zeit gut brauchen kannst, denn nun steckst Du mit Deiner Heldin oder Deinem Helden in einer kreativen Phase, in der Du viel frei erzählen und viel frei schreiben kannst. Alles, was Dir an Abenteuern Deiner Heldin in den Sinn kommt! (Vgl. Newsletter 011 – Begegne Dir selbst!).

Und denke beim Schreiben bitte immer daran: Mach das Abenteuer groß! – Mach es riesengroß! Habe keine Angst vor Deiner eigenen Größe! Sei mutig und wage Dich auch in die Bereiche, die den profanen Alltag hinter sich lassen, in denen unsere Seele frei atmen und sich zu höchsten Höhen aufschwingen kann. (Verliebt sein, große Liebe, Ehrfurcht, Musik, Philosophie, Religion, das Erhabene, das Göttliche).

Vielleicht ergibt sich während der dunkleren Jahreszeit ja nun der eine oder andere schöne und beschauliche Schreibabend mit Deinem Lieblings-Füller, Deinem Lieblings-Schreibpapier, Kerzenlicht, Glühwein und einem Zimtstern. Und vielen schönen Bildern, Ideen und Geschichten.


SCHREIBEN in BERLIN | Über den Tellerrand hinaus
SCHREIBEN in BERLIN | Über den Tellerrand hinaus

Über den Tellerrand hinaus

Die Zeit, bis dieser Newsletter-Schreibkurs weitergeht, die dunkle und beschauliche Jahreszeit, wollen wir aber konstruktiv nutzen, um ein wenig bezüglich unseres eigenen Schreibens über den Tellerrand hinaus zu schauen und über den Tellerrand hinaus zu denken.

Über den Tellerrand hinaus – In eigener Sache

Du weißt ja vielleicht – ansonsten bitte nicht erschrecken – ich bin Philosoph (SokratesBerlin). Da liegt mir natürlich nicht nur das freie kreative Schreiben zur Selbsterkenntnis besonders am Herzen, sondern auch die Möglichkeit der Selbstreflexion, die wir durch Schreiben und Nachdenken erleben können.

Das »Schreiben über das Schreiben« ist sowieso mein Herzensthema. Schon sehr lange, aber seit dem Frühjahr habe ich mir erlaubt mein philosophisches Lieblingsthema, das »Schreiben über das Schreiben« auch zu meiner philosophischen Hauptaufgabe zu erheben. Und zur Aufgabe für mein Leben im Alter. Das Schreiben von Geschichten und Romanen bleibt mir daneben ja ohnehin erhalten. Und auch die mich berauschende und mich bezaubernde Arbeit in meinen Schreibworkshops, Schreibseminaren und Schreibcoachings.

Schreiben – Über den Tellerrand hinaus

Erfährst Du auch immer wieder, dass es uns im Schreiben auf faszinierende Weise möglich ist, die eigene Suppenschüssel zu verlassen und über den Tellerrand hinaus zu schauen und hinaus zu denken.

Vielleicht aber, wenn Du diese Erfahrung selbst noch nicht gemacht hast, fragst Du Dich: Wie soll das denn gehen, dieses: »Über den Tellerrand hinausschauen«?

Über den Tellerrand hinaus schauen

Bedenke bitte bei den folgenden Überlegungen immer, dass das wertvolle Ziel Deines Schreibens anhand dieses Kurses ja die Selbsterkenntnis ist! Wir schreiben ja nicht für die Masse, um einen Bestseller zu launchen oder um irgend jemandem anderem einen Gefallen zu tun, vielleicht nicht einmal um überhaupt zu veröffentlichen, sondern wir schreiben ja, um etwas Wichtiges über uns selbst zu erfahren und lernen zu können! Ja?

Über den Tellerrand hinaus – Wie geht das?

Das geht ganz einfach! Du musst nur … schreiben! Du schreibst einfach über Dich selber. Und Du selbst wirst vertreten durch Deine Heldin oder Deinen Helden.

Denn indem Du Dich durch Deine Heldin oder Deinen Helden vertreten lässt, entfliehst Du Deinem einschränkenden Schutzpanzer des Alltags und wirst frei dazu, Deine Heldin oder Deinen Helden – in Wirklichkeit Dich selbst!!! – von allen Seiten zu beleuchten und zu betrachten!

Du kannst Deine Heldin oder Deine Heldin in Abenteuer stürzen, die Du selbst lieber nicht erleben möchtest, und Du kannst beobachten, wie Deine Heldin oder Dein Held reagiert und sich verhält … – Nein! Wie Du selber reagierst und Dich verhältst!!! (Das spürst Du!)

Viel schöner ist es aber, wenn Du Deine Heldin oder Deinen Helden in Abenteuer schickst, die Du selbst auch liebend gerne einmal erleben würdest. Um dann zu schauen, wie Deine Heldin oder Dein Held sich in diesem Abenteuer verhält. Und natürlich: wie Du selbst Dich in diesem Abenteuer verhalten würdest. (Das spürst Du auch!)

Doch aufgemerkt: Wenn ich hier von Abenteuern rede, dann heißt das nicht, dass gleich Drachen geschlachtet werden müssen! Ein kurzer Blick, eine zarte Berührung mit dem kleinen Finger kann ein Riesen-Abenteuer sein. Aber das weißt Du ja selbst.


SCHREIBEN in BERLIN | Über den Tellerrand hinaus
SCHREIBEN in BERLIN | Über den Tellerrand hinaus

Über den Tellerrand hinaus – Heldenschicksale

Jetzt hast Du wahrscheinlich jede Menge Einwände im Sinn, wie: Superman kann aber fliegen und wenn ich meinen Helden fliegen lasse, dann kann er das auch. Aber ich kann das noch lange nicht! – Das stimmt! Du bist eine lahme Ente und bleibst am Boden kleben! Aber nimm doch bitte als viel wichtigere Selbsterkenntnis mit: »Ja, ich wäre gerne ein Held wie Superman. Und ich würde gerne fliegen können. Und dann würde ich …!« Nun, was Du dann würdest, kannst Du in Deinem realen Leben ja vielleicht auch tun, ohne Superman sein zu müssen. Außerdem brauchst Du keine Angst vor Kryptonit – jeder Held hat seine Schwäche – zu haben. Das ist ja auch etwas wert!

Jedoch alles, was Deiner Heldin oder Deinem Helden widerfährt und wie sie / er damit umgeht, kannst Du 1:1 auf Dich beziehen und so über Dich selbst etwas erleben, erfahren und lernen. Und das, aufgrund Deines eigenen Schreibens! Ist das nicht wunderbar?

Wenn Deine Heldin oder Dein Held dann eines Tages ihrer / seiner größten Angst begegnet und den Kampf ihres / seines Lebens ficht, dann sei Dir sicher: Es ist auch Dein Kampf! Hier geht es um Deine Angst! Und das alles rettende Elixier, das Deine Heldin / Dein Held am Ende des Kampfes gewinnen wird, wird auch Dein Elixier sein!

Mit diesem Versprechen grüße ich Dich herzlich bis zum nächsten Wiedersehen oder zum nächsten Wiederlesen

Dein Michael


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