Das Tagebuch der Anne Frank

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Aus dem Tagebuch der Anne Frank:

„Niemand, der nicht schreibt, weiß, wie fein es ist, zu schreiben. Früher habe ich immer bedauert, nicht gut zeichnen zu können, aber nun bin ich überglücklich, daß ich wenigstens schreiben kann. Und wenn ich nicht genug Talent habe, um Zeitungsartikel oder Bücher zu schreiben, gut, dann kann ich es immer noch für mich selbst tun.“ – Tagebucheintrag, 4. April 1944.

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Mein Projekt: Schreiben über mein Schreiben

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Über das Schreiben schreiben

Nun habe ich also vor, über das Schreiben oder genauer: über mein Schreiben über mein Schreiben zu schreiben. Dieses Projekt erfüllt mich mit großer Freude, Zuversicht, Spannung und Abenteuerlust. Schon seit zwei Wochen; eben ab dem Zeitpunkt, an dem ich beschloss, dieses Projekt, über mein Schreiben zu schreiben, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.

Ein wenig zögerlich bin ich noch, was den Titel und das Ziel des Projektes betrifft: Schreibe ich nur selbstbezogen über mein Schreiben oder schreibe ich über das schriftstellerische Schreiben ganz allgemein? – Und während ich diese Frage nun niederschreibe, merke ich schon: Ich will nur über mein Schreiben schreiben. Denn das Schreiben anderer Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen mag ja vielleicht ganz anderen Zielen dienen als meines. Und wahrscheinlich haben sie im Schreiben ja auch ganz andere Erlebnisse als ich und sammeln ganz andere Erfahrungen.

Schreiben über mein Schreiben
– Warum eigentlich? – Und Wozu?

Zuerst stellt sich mir die Frage: Warum will ich denn überhaupt schreiben? – Diese Frage kann ich mir wohl schon beantworten: Ich will schreiben, weil ich im Schreiben eine Erfüllung meines Lebens sehe. Einen Sinn in meinem Leben. Einen Lebenssinn.

Im Schreiben und im wertvollen Gespräch erlebe ich mich am ehesten und am meisten. Und ich will mich ja erleben. Denn das nenne ich Lebensglück; meistens zumindest.

Mein Schreiben ist für mich nicht eine Tätigkeit, die, mit Ausnahme der Selbsterkenntnis, einem höheren Zweck dient. Schreiben ist für mich die höchste Tätigkeit. Mein Schreiben ist Selbstzweck. Schreiben ist für mich die Verwirklichung meines Lebens. Mein Schreiben ist für mich mein Lebensstil, die Art und Weise, mein Leben zu leben, mein Leben zu verwirklichen. Schreibend, als Schriftsteller zu leben, ist für mich die höchste Form der Selbstverwirklichung.

Warum ich also schreibe und genau so schreibe, wie ich schreibe? – Um mein Leben zu verwirklichen!

Die Frage, warum und wozu ich schreibe, scheint mir damit weitestgehend beantwortet zu sein. Jedoch nicht ganz. Denn ich wünsche mir auch, fruchtbar zu sein.

Schreiben über mein Schreiben
– Für wen? – Und wie?

Für wen ich schreibe, scheint damit auch fast beantwortet zu sein. In erster Linie schreibe ich für mich selbst, um mich selbst zu erkennen, um mich selbst zu verwirklichen. Aber da ich gerne auch fruchtbar sein möchte, schreibe ich gleichermaßen für alle Menschen, die mein Schreiben interessieren könnte. Deshalb schreibe ich unter anderem auch öffentlich. Das öffentliche Schreiben besitzt auch noch andere Gründe, auf die ich irgendwann später eingehen werde.

Nun stellt sich mir noch die Frage, wie ich denn schreiben will: Wen spreche ich wie an? – Da ich ja in erster Linie für mich selbst schreibe, könnte ich ja einfach Berichte in der ich-Form verfassen. Doch das erscheint mir viel zu langweilig. Denn ich will mir im Schreiben über mein Schreiben Mut zusprechen, ein Feuer anfachen, meine Abenteuerlust anfachen und schüren. Das mache ich wohl am besten, indem ich mich mit einem freundschaftlichen Du anspreche, so wie ich es ohnehin aus manchen meiner intensiveren Selbstgespräche gewohnt bin.

Das „Du“

Die Ansprache meiner selbst in der Du-Form bringt darüber hinaus noch den Vorteil, dass jede eingeladene Leserin und jeder eingeladene Leser sich gleichermaßen selbst angesprochen fühlen kann. Ebenso wie ich mich durch mein „Du“ selbst angesprochen fühle.

Mein Schreiben über mein Schreiben

Ich will also nun über mein Schreiben schreiben. Dazu muss ich zuerst einmal klären, was mein Schreiben eigentlich ist.

So wie Du sicherlich auch, habe ich in meinem Leben schon viel geschrieben. Von all der Schreiberei in der Schule, die ja kein freiwilliges Schreiben war, einmal ganz abgesehen.

All mein Schreiben

  • Da gab es zahllose Einkaufslisten, in denen ich mir neben dem wenigen, das ich zum Leben brauche, vor allem das notieren muss, was ich nicht brauche. Entweder weil ich es noch habe oder weil ich es nicht haben will. Und ich will eben nicht im Laden entscheiden müssen, was ich kaufen will und was nicht. Denn das geht schief. Besonders dann, wenn ich hungrig einkaufen gehe.
  • Da gab es auch all die kleinen Kurznotizen, an Geliebte oder Freunde, von: „Tut mir echt leid“ oder schlicht „Sorry“ bis hin zu „Ich liebe Dich über Alles auf der ganzen Welt“ oder „Brauchte dringend 20 Euro. Bekommst Du bestimmt irgendwann wieder. Ich liebe Dich“.
  • Dann gab es da auch die unzähligen Liebesbriefe aus Jugendzeiten, als das Telefonieren noch sehr, sehr teuer war. Über sie gibt es nicht viel zu berichten, denn was da drinnen stand, weißt Du ja sicherlich selber. Außerdem stand da sowieso immer das gleiche drin.

Und schließlich habe ich als Student für meine Studien zahlreiche Hausarbeiten geschrieben, eine technische Diplomarbeit, eine philosophische Magisterarbeit und sogar eine Dissertation zum Dr.phil., was insgesamt alles für mein Leben sicherlich sehr wertvolle Schriften waren.

Doch all dies ist nicht das Schreiben, das ich meine, wenn ich hier das Projekt: „Schreiben über mein Schreiben“ angehen will. In diesem Projekt geht es um ein ganz anderes Schreiben,  das viel wertvoller, viel ergreifender, viel abenteuerlicher und weitaus tragender ist: Denn hier geht es mir um mein Schreiben über mich selbst! Es geht mir hier darum, mir und Dir über mein Schreiben über mich selbst zu berichten!

Mein Schreiben ist ein Schreiben um der Selbsterkenntnis willen

Mein Schreiben über mich selbst

Wenn ich von meinem Schreiben spreche und wenn ich von Deinem Schreiben spreche, dann spreche ich immer von meinem, Deinem, unseren Schreiben um der Selbsterfahrung und der Selbsterkenntnis willen. Nur darum geht es mir. Um nichts Anderes. Oder um fast nichts Anderes.


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